Was kostet eine Website für Handwerker in Österreich? (2026)
Baukasten, Freelancer oder Agentur? Echte Preisspannen für Handwerker-Websites in Österreich 2026, versteckte laufende Kosten und die vier Fragen vor der Unterschrift.
Wenn du als Handwerker vier Angebote für eine Website einholst, bekommst du vier Preise, zwischen denen locker der Faktor zehn liegt. 300 Euro sagt der eine, 6.000 der andere, und beide behaupten, das sei der faire Preis. Kein Wunder, dass viele Betriebe das Thema jahrelang vor sich herschieben.
Wir haben für diesen Artikel aktuelle Preisdaten aus dem österreichischen Markt zusammengetragen und rechnen ehrlich vor, was eine Website 2026 wirklich kostet. Inklusive der Kosten, die in keinem Erstangebot stehen. Und ja, am Ende sagen wir dir auch, was sie bei uns kostet. Aber zuerst der Markt.
Die kurze Antwort
Für eine Handwerker-Website gibt es in Österreich drei Wege, und jeder hat seinen ehrlichen Preis:
- Baukasten (Wix, Jimdo und Co.): etwa 11 bis 45 Euro pro Monat. Plus 30 bis 50 Stunden deiner eigenen Arbeitszeit.
- Freelancer oder kleines Studio: einmalig etwa 600 bis 2.500 Euro, je nach Umfang.
- Klassische Agentur: einmalig etwa 1.500 bis 6.000 Euro, nach oben offen. Dazu meist laufende Betreuungsverträge.
Welcher Weg für dich passt, hängt weniger vom Budget ab als von einer Frage: Soll die Website nur existieren, oder soll sie Anfragen bringen? Gehen wir die drei Wege durch.
Weg 1: Der Baukasten. Billig ist er nur auf dem Papier.
Wix und Jimdo werben damit, dass deine Website in einer Stunde steht. Die werbefreien Tarife mit eigener Domain starten bei rund 11 Euro im Monat, brauchbare Business-Tarife liegen eher bei 20 bis 45 Euro. Das klingt nach der günstigsten Lösung, und für einen Verein oder ein Hobbyprojekt ist sie das auch.
Für einen Betrieb sieht die Rechnung anders aus. Was die Werbung verschweigt: Die eine Stunde stimmt nie. Wer zum ersten Mal eine Website baut, sitzt realistisch 30 bis 50 Stunden an Layout, Texten, Fotos und Technik. Rechne das mit deinem eigenen Stundensatz. Bei 70 Euro, die ein Installateur oder Elektriker verrechnet, stecken in der "billigen" Website plötzlich 2.000 bis 3.500 Euro an Arbeitszeit.
Dazu kommen zwei Dinge, die erst später wehtun. Erstens: Das Ergebnis sieht aus wie hundert andere Websites mit derselben Vorlage. Zweitens: Die Website gehört nicht wirklich dir. Sie lebt auf der Plattform des Anbieters. Willst du irgendwann wechseln, weil die Preise steigen oder Funktionen fehlen, nimmst du nichts mit. Du fängst bei null an.
Weg 2: Freelancer oder kleines Studio. Der Mittelweg mit Bandbreite.
Ein aktueller Vergleich von 21 Webdesign-Anbietern in Österreich zeigt: Die günstigsten Angebote starten bei rund 300 Euro, seriöse Freelancer beginnen meist bei etwa 600 Euro, und aufwendigere Projekte gehen Richtung 4.000 Euro. Diese Spanne ist keine Abzocke, sie spiegelt echte Unterschiede im Umfang wider.
Woran du erkennst, was du für dein Geld bekommst? Stell diese vier Fragen, bevor du unterschreibst:
- Ist der Preis fix oder nach Aufwand? Bei Stundenabrechnung weißt du am Anfang nicht, was am Ende auf der Rechnung steht.
- Wem gehört der Code? Klingt technisch, ist aber die wichtigste Frage. "Code-Ownership" heißt: Die Website gehört dir, du kannst jederzeit den Anbieter wechseln, ohne neu zu bauen. Viele Anbieter behalten die Website bewusst bei sich, damit du gebunden bleibst.
- Wer schreibt die Texte? "Website ab 600 Euro" heißt oft: ohne Texte, ohne Fotos, ohne rechtliche Seiten. Die kommen dann als Zusatzposten.
- Was passiert nach dem Launch? Wer betreut die Seite, was kostet eine Änderung, wie schnell bekommst du eine Antwort?
Weg 3: Die Agentur. Stark, aber oft überdimensioniert.
Klassische Agenturen in Österreich verrechnen Stundensätze zwischen 80 und 135 Euro netto. Eine Unternehmenswebsite mit fünf bis zehn Seiten liegt damit typischerweise bei 1.500 bis 6.000 Euro, größere Projekte deutlich darüber. Dafür bekommst du Konzept, Design, Entwicklung und oft auch Werbetexte aus einer Hand.
Für einen Betrieb mit zwanzig Mitarbeitern und eigener Marketingabteilung kann das der richtige Weg sein. Für einen Fünf-Mann-Betrieb, der Anfragen für Badsanierungen braucht, ist ein 8.000-Euro-Projekt mit drei Konzeptworkshops schlicht zu viel Apparat. Du zahlst dann für Meetings und Projektmanagement, nicht für das, was Kunden bringt.
Die versteckten Kosten, die in keinem Angebot stehen
Egal welcher Weg: Der Kaufpreis ist nur die halbe Wahrheit. Diese Posten kommen fast immer dazu, und du solltest sie vor der Unterschrift kennen:
Laufende Betreuung. Hosting (also der Server, auf dem die Website liegt), Updates und Wartung kosten bei Agenturen üblicherweise 50 bis 200 Euro pro Monat. Über drei Jahre gerechnet kann die Betreuung mehr kosten als die Website selbst. Frag immer nach dem Gesamtpreis über drei Jahre, nicht nur nach dem Erstellungspreis.
Änderungen nach dem Launch. Neue Öffnungszeiten, ein neues Teamfoto, eine zusätzliche Leistung. Bei manchen Anbietern ist jede Kleinigkeit ein eigenes Angebot mit einer Woche Wartezeit.
Das rechtliche Grundgerüst. Impressum, Datenschutzerklärung und Cookie-Banner sind in Österreich Pflicht, und seit Juni 2025 gilt zusätzlich das Barrierefreiheitsgesetz, das viele Websites betrifft. Ein Anbieter, der das nicht von sich aus anspricht, spart an der falschen Stelle. Abmahnungen sind teurer als jede Website.
Texte und Fotos. Die beste Technik nützt nichts, wenn auf der Seite "Herzlich willkommen auf unserer Homepage" steht. Professionelle Texte kosten extra oder Zeit. Plane das ein.
Was eine Handwerker-Website wirklich braucht
Bevor du überhaupt Angebote vergleichst, hilft ein Realitätscheck. Deine Kunden suchen am Handy, abends auf der Couch, nach "Installateur + Ort". Was sie dann sehen wollen, ist überschaubar:
- Deine Leistungen – welche Arbeiten du machst
- Dein Gebiet – wo du unterwegs bist
- Echte Fotos von deinen Baustellen statt Stockfotos
- Ein paar Bewertungen von echten Kunden
- Anfrage in zwei Klicks – ohne Suchen, ohne Umwege
- Schnelle Ladezeit – nach etwa drei Sekunden Wartezeit ist ein Großteil der Besucher wieder weg
Was eine Handwerker-Website dagegen fast nie braucht: einen Online-Shop, zwanzig Unterseiten, Animationen auf jeder Ecke. Jedes dieser Extras kostet Geld und bringt keine einzige Anfrage mehr.
Ein Beispiel aus unserer eigenen Arbeit, ein Handwerksbetrieb aus der Region Wien, den wir hier nicht namentlich nennen: Vorher liefen Anfragen über den Anrufbeantworter und Zettel am Küchentisch. Wer abends anrief, erreichte niemanden. Und wer keine Antwort bekam, rief den nächsten Betrieb an.
Heute buchen Kunden ihre Beratung direkt über die Website. Im Hintergrund passiert automatisch, was vorher Büroarbeit war: Der Kunde bekommt sofort eine Bestätigung per E-Mail, der Termin steht im Kalender des Chefs, und vor dem Termin geht von selbst eine Erinnerung raus. Kein Rückruf-Pingpong, keine vergessenen Anfragen.
Schnelle Website vorne, Automatisierung dahinter – das unterscheidet eine Seite, die Aufträge bringt, von einer digitalen Visitenkarte.
Was kostet es bei uns?
Damit du unsere Zahlen einordnen kannst, nachdem du jetzt den Markt kennst:
Ab 700 Euro startet eine Handwerker-Website bei Zukunftssicher. Dafür bekommst du einen professionellen Onepager mit allem, was oben steht:
- Deine Leistungen und dein Gebiet, sauber getextet
- Anfrageformular und rechtliches Grundgerüst
- DSGVO-konformes Hosting in der EU
- Gratis für jeden Handwerker: die Online-Terminbuchung – inklusive automatischer Bestätigung per E-Mail und Eintrag in deinen Kalender. Anderswo ist genau das ein teuer verrechnetes Extra.
Bis über 2.000 Euro geht es je nach Umfang, etwa wenn ein Blog dazukommt, mehrere Unterseiten oder Automatisierungen, die dir wiederkehrende Büroarbeit abnehmen.
Zwei Dinge gelten bei jedem Projekt. Erstens: Fixpreis, schriftlich vor Projektstart festgelegt. Zweitens: Der Code gehört dir. Wenn du in drei Jahren mit jemand anderem weiterarbeiten willst, nimmst du deine Website einfach mit. Live ist ein typisches Projekt in etwa zwei Wochen.
Fairerweise: Wenn du nur eine digitale Visitenkarte willst, gern selbst bastelst und deine Abende dafür opfern magst, fährst du mit einem Baukasten billiger. Wir bauen Websites für Betriebe, die über die Website Aufträge bekommen wollen.
Der einfachste erste Schritt
Du hast noch gar keine Website? Damit bist du nicht allein, so geht es den meisten Handwerkern, die bei uns landen. Für genau diesen Fall gibt es unser Angebot: Fordere dir ein gratis Website-Design an. Wir gestalten dir unverbindlich einen ersten Entwurf mit deinem Firmennamen, deinen Leistungen und deiner Region. Du siehst zuerst schwarz auf weiß, wie deine Website aussehen würde, und entscheidest dann. Gefällt dir der Entwurf nicht, kostet dich das keinen Euro.
Du hast schon eine Website? Dann ruf uns einfach an oder fordere den kostenlosen Website-Audit an. Du bekommst innerhalb von 48 Stunden ein PDF mit den konkreten Schwachstellen deiner Seite, echten Messwerten zur Ladezeit und den drei Punkten, die dich am meisten Anfragen kosten. Und dann helfen wir dir, genau diese Punkte zu verbessern. Ohne Registrierung, ohne Newsletter, kein Verkaufsgespräch.